
Bei Lenz und Johlen legen wir großen Wert darauf, dass wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Referendarinnen und Referendare von Anfang an ein echtes Gefühl für die Kanzlei und den Anwaltsberuf bekommen. Genau dafür gibt es unser Meet and Greet: ein Format, das mehrmals im Jahr exklusiv für unsere wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Referendarinnen und Referendare stattfindet. Jedes Mal rückt ein anderer Fachbereich oder ein anderes Thema in den Fokus.
Im März 2026 fand das Meet and Greet mit unserer Rechtsanwältin Anja Löwenberg statt. Bei belegten Brötchen und Kaffee ging es direkt in eine offene Gesprächsrunde. Anja Löwenberg hat ihre persönlichen Erfahrungen geteilt und Fragen der Teilnehmenden beantwortet: Wie ist sie zum privaten Baurecht gekommen? Wie laufen die ersten Jahre als Rechtsanwältin ab? Wie lange dauert es eigentlich, bis man wirklich selbstständig Mandate betreut? Und wie verläuft eine Mandatsbearbeitung eigentlich in der Praxis?
Anja Löwenberg: Ich kann mich noch sehr gut an meine eigene Zeit als Studentin und Referendarin erinnern – und daran, dass ich damals keine genaue Vorstellung davon hatte, was zur Mandatsbetreuung oder dem gesamten Anwaltsberuf in der Praxis eigentlich alles dazugehört. Das klare Bild kam erst nach und nach in der Zeit als Anwältin. Dabei finde ich: Es wäre schon früher interessant und hilfreich gewesen, diesen
Einblick zu bekommen – einfach um den Beruf wirklich vollumfänglich kennenzulernen.
Anja Löwenberg: Es war ein Fall mit echten Höhen und Tiefen – und einem positiven Ende. Was ihn für das Meet and Greet so geeignet gemacht hat, waren die vielen Facetten, sowohl in der juristischen Bearbeitung als auch auf der administrativen Ebene. Und er eignet sich gut dafür, einzelne Punkte auch inhaltlich gemeinsam durchzugehen und zu besprechen, da der Verbraucherbauvertrag Examensstoff ist. Der Fall hat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hoffentlich veranschaulicht, wie theoretisch erlerntes Wissen in der Praxis angewendet wird.
Anja Löwenberg: Mir ist es wichtig, das Referendariat wirklich als das zu verstehen, was es ist: eine Ausbildung. Ich versuche daher, so viel wie möglich aus der Praxis mitzugeben. Das bedeutet konkret, dass ich Referendarinnen und Referendare vollständig in die Akten einbinde, ihnen die Hintergründe erkläre und sie zu Terminen mitnehme. Einarbeitung und regelmäßiges Feedback gehören für mich selbstverständlich dazu. So entsteht ein vollumfänglicher Einblick in die Praxis.
Anja Löwenberg: Das stimmt, und das ist natürlich sehr schade und auch eine Herausforderung. Aber auch wenn die Zeit nicht ausreicht, um ein Mandat von der ersten Anfrage bis zum Abschluss zu begleiten, sorge ich dafür, dass Referendarinnen und Referendare immer einen guten Überblick über den aktuellen Stand haben. Sie sollen verstehen, wo ein Mandat steht, welche Ziele verfolgt werden und warum bestimmte Schritte eingeleitet werden. Das große Ganze zu kennen, ist aus meiner Sicht genauso wichtig wie die Bearbeitung einzelner Rechtsfragen.
Anja Löwenberg: Wer in einer Station bei einem Arbeitgeber ist, der als zukünftiger Arbeitgeber in Frage kommt und der fachlich genau das abdeckt, was man später machen möchte, der sollte proaktiv auf die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zugehen. Interesse zeigen, Fragen stellen, sich bekannter machen. Es lohnt sich, aktiv das Gespräch zu suchen – dafür eignen sich übrigens auch gemeinsame Pausen hervorragend.