Drei Fragen an Rechtsanwalt Janos Knittler

Janos Knittler

Inwiefern unterscheidet sich die Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Referendar und Rechtsanwalt?

Bereits im Rahmen meiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referendar in der Kanzlei hatte ich die Gelegenheit, zahlreiche Aufgaben zu übernehmen, die mir auch in meinem heutigen Arbeitsalltag als Anwalt immer wieder begegnen. Zudem konnte ich schon zu dieser Zeit an einigen Orts- und Besprechungsterminen teilnehmen und somit auch dahingehend erste Erfahrungen sammeln. Als Referendar kam im Vergleich zu der Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter zudem eine stärkere Beteiligung bei der Fertigung gerichtlicher Schriftsätze und der Beantwortung prozessualer Fragestellungen hinzu. Das war mit Blick auf das zweite Staatsexamen eine gute Vorbereitung.

Trotzdem bestehen selbstverständlich Unterschiede zwischen den Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Referendar und der als Rechtsanwalt. Als Rechtsanwalt kümmere ich mich neben der Lösung rechtlicher Fragestellungen vermehrt auch um die Kommunikation mit den Mandanten und übernehme eine aktivere Rolle in Besprechungen und Verhandlungen. Ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht darin, dass ich als Rechtsanwalt häufiger Mandate von Beginn an mitverfolgen und zu einem Abschluss bringen kann. Dies macht die Arbeit an einzelnen Mandaten oft interessanter als die Bearbeitung einer einzelnen Rechtsfrage in einem Verfahren

Für mich persönlich kam hinzu, dass ich mich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referendar ausschließlich mit dem öffentlichen Baurecht befasst habe und ich mich nunmehr zu großen Teilen mit meinem Schwerpunktbereich aus der Universität, dem Umweltrecht, beschäftige

Über Janos Knittler

Janos Knittler arbeitet seit 2023 als Rechtsanwalt bei Lenz und Johlen. Er hat unsere Kanzlei bereits als Referendar in der Anwaltsstation sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter kennengelernt. Seine anwaltlichen Schwerpunkte liegen im Kreislaufwirtschafts- sowie im Wasserwirtschaftsrecht, im Bodenschutzrecht und im öffentlichen Bau- und Planungsrecht.

Die juristische Ausbildung legt das Fundament, doch die echte Praxis lernt man erst in der täglichen Arbeit als Anwalt.

  1. Sie haben Erfahrung im öffentlichen Bau- und Planungsrecht als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referendar gesammelt. Welche Vorteile hat Ihnen diese Erfahrung beim Berufseinstieg als Rechtsanwalt in die Wasser- und Umweltrechtspraxis gebracht?

Auch jetzt noch begegnen mir häufig baurechtliche Fragestellungen. Dies liegt daran, dass Bau- und Umweltrecht zahlreiche Schnittstellen aufweisen und einheitliche Lebenssachverhalte sich häufig überhaupt nicht in einen bau- und einen umweltrechtlichen Aspekt trennen lassen. Die Arbeit im Baurecht macht mir nach wie vor Spaß. Daher bin ich froh, dass es mir ermöglicht wird, auch weiterhin baurechtliche Mandate zu bearbeiten. Dabei kann ich sehr häufig auf Erlerntes aus meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referendar zurückgreifen.

Wie gut hat Sie Ihre juristische Ausbildung auf den Anwaltsberuf vorbereitet? Haben Sie Tipps für zukünftige Anwältinnen und Anwälte, die sich noch in der Ausbildung befinden?

 

Obwohl man in den AGs und bei der Examensvorbereitung wichtige Grundlagen für den Anwaltsberuf erlernt, unterscheidet sich die tägliche Arbeit doch häufig erheblich von dem Lösen eines Klausursachverhalts. Zum Glück umfasst das Referendariat aber auch einen praktischen Ausbildungsteil, aus dem man viel mitnehmen kann.

 

Als Tipp würde ich denjenigen, die gerne zukünftig als Anwältin oder Anwalt arbeiten möchten, mitgeben, sich im Rahmen der Anwalts- und ggf. der Wahlstation auf die praktische Arbeit in einer Kanzlei einzulassen. Dies gilt auch für die übrigen Praxisstationen. Mir hat die Arbeit für meine verschiedenen Ausbilder auch im Examen weitergeholfen. Insbesondere in der mündlichen Prüfung wollen Prüfer häufig praktische Denkansätze hören, die teilweise wichtiger sein können als die Wiedergabe auswendig gelernter Theorie.

Sie interessieren sich auch für eine spannende Tätigkeit in unserer Kanzlei? 

 

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Kontakt

Nina Korthaus
Recruiting

Tel.: 0221 – 973002-69
karriere[at]lenz-johlen.de

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